Verhaltensregeln im täglichen Miteinander

Verhaltensregeln im täglichen Miteinander

Überarbeitet und aktualisiert im Dez. 2008. Beschlossen von der Gesamtkonferenz.

Verhaltensregeln im täglichen Miteinander am LEG

  1. Für alle geltende Selbstverständlichkeiten

I.

Im Unterricht sollte es selbstverständlich sein,

  • dem Unterricht Vorrang zu geben
  • pünktlich zu sein
  • vollständiges Arbeitsmaterial und vollständige Hausaufgaben mitzubringen
  • Vereinbarungen und Termine einzuhalten
  • die eigenen Aufgaben so wahrzunehmen, dass anderen keine Mehrarbeit entsteht
  • einander zuzuhören und ausreden zu lassen
  • sich gegenseitig zu unterstützen
  • während und bei der Abgabe von Klassenarbeiten Rücksicht zu nehmen
  • nicht zu essen, zu trinken oder Kaugummi zu kauen, es sei denn, es ist anders vereinbart worden
  • das Handy stets ausgeschaltet zu lassen

II. Im Schulalltag sollte es selbstverständlich sein,

  • mit privatem und öffentlichem Eigentum pfleglich umzugehen
  • die Pausenordnung einzuhalten
  • Funktionsträger (insbesondere Klassensprecher/-innen) ernst zu nehmen
  • die Räumlichkeiten der Schule und das Außengelände ordentlich und sauber zu hinterlassen
  • angemessene Kleidung zu tragen (auch im Sportunterricht)
  • dass sich die LeG-Gemeinschaft auch außerhalb des Unterrichts bzw. der Schule kennt und dies z.B. durch Grüßen zeigt
III.

Im Miteinander sollte es selbstverständlich sein,

  • sich jeder und jedem gegenüber fair zu verhalten
  • Rücksicht zu nehmen auf persönliche Empfindlichkeiten
  • so mit anderen umzugehen, wie man selber behandelt werden möchte
  • sich nicht entwürdigend oder sexistisch zu äußern oder zu verhalten
  • besonders höflich zu sein, wenn man selber Selbstverständlichkeiten verletzt hat
  • sich gegenseitig eine neue Chance einzuräumen
  • sich vorurteilsfrei zu begegnen
  • zu beachten: Noten bewerten Leistungen, nicht Menschen

b) Für Lehrerinnen und Lehrer sollte es

außerdem selbstverständlich sein,

  • das Wohl des Schülers bzw. der Schülerin im Auge zu behalten
  • Schülerinnen und Schüler nicht nur als Lernende, sondern auch als Mitmenschen zu betrachten
  • die Vorschläge von Schülerinnen und Schülern ernsthaft zu erörtern
  • Hinweise von Schülerinnen und Schülern ernst zu nehmen (z.B. bei Überbelastung durch Hausaufgaben)
  • nicht so zu tun, als sei man unfehlbar
  • dass Zynismus tabu ist und dass Ironie nur verwendet werden kann, wenn sie mit Sicherheit auch als Ironie verstanden wird
  • dass Kritik von Schülerinnen und Schülern nicht zur Verschlechterung der Note führt
  • Arbeitsauträge altersgerecht und präzise zu formulieren
  • Stärken aller Schülerinnen und Schüler anzuerkennen und zu fördern

c) Für Schülerinnen und Schüler

sollte es außerdem selbstverständlich sein,

  • bei Problemen die betroffenen Lehrkräfte möglichst frühzeitig und offen anzusprechen bzw. dem Beratungswegweiser zu folgen
  • beim Spielen auf dem Schulhof Rücksicht auf andere zu nehmen
  • den Menschen an der Schule (Schüler, Lehrer, Cafeteria- und Mensapersonal, Reinigungskräfte etc.) mit Respekt zu begegnen

Anhang:

Erinnerung an durch Erlasse geregelte Vorschriften

a) Noten und Zeugnisse

  • Noten sind zu erörtern und nicht nur bekanntzugeben (ZE 2.1.3)
  • die Maßstäbe der Zensurengebung sind am Anfang des Schuljahrs offenzulegen

(ZE 2.1.3/4)

  • bei positiver Entwicklung der Leistungen ist im Zweifelsfall die bessere Note zu erteilen

(ZE

3.1)

  • Noten sind eindeutig festzulegen
  • der Stellenwert der mündlichen Leistungen bei der Endnotengebung ist zu beachten (siehe Rahmenrichtlinien)
  • mündliche Leistungen sind unterrichtsbegleitend und transparent zu bewerten
  • mündliche Leistungen sind unabhängig von schriftlichen zu benoten
  • schriftliche Arbeiten müssen Unterrichtsbezug haben (SA 2)
  • schriftliche Arbeiten sind erlassgemäß zurückzugeben (SA 6)
  • schriftliche Lernkontrollen sollen sich nicht häufen (SA )
  • Lernbeeinträchtigungen sind zu berücksichtigen (LB 6.2)
  • Startbedingungen in Klasse 5 sind besonders zu beachten (LB 6.2)

b)

Hausaufgaben

  • es werden keine unsinnigen Hausaufgaben gestellt (HA 1 und HA 2)
  • grundsätzliche Kriterien zur Erledigung der HA werden angegeben (z.B.: Was tun, wenn ich die HA nicht kann …?)
  • Hausaufgaben sollen ohne elterliche Hilfe erledigt werden können (HA 2)
  • angstfreie Kritik am Schwierigkeitsgrad von Hausaufgaben muss möglich sein
  • Hausaufgaben werden ohne Hektik gestellt (HA 2)
  • Lehrerinnen und Lehrer sind bereit, einzelne Hausaufgaben zu korrigieren
  • Alter u. Belastbarkeit der Schüler sowie Nachmittagsunterricht sind zu berücksichtigen (HA3 und 4)

c)

Erziehungsmittel

  • auch aus erzieherischen Gründen erteilte Aufgaben sollen nicht mechanischen Charakters sein, z.B. nicht: Pausenordnung abschreiben (EM)
  • Kollektivmaßnahmen sollten nur angewandt werden, wenn sie durch das Verhalten aller Schülerinnen und Schüler einer Klasse oder Gruppe erforderlich wurden (EM)

Abkürzungen

EM:

allgem.Hinweise in: NSchG §61(1) und Rundverfügung LSchB v.

21.3.2007
HA: Erlass “Hausaufgaben an allgemeinbildenden

Schulen” vom 16.12.2004
LB: Abschnitt über die

Leistungsbewertung im Erlass “Die Arbeit in den Jahrgängen

5 – 10 des Gymnasiums” vom 3.2.2004
SA: Erlass “Schriftliche

Arbeiten in den allgemeinbildenden Schulen” vom 16.12.2004
ZE:

Erlass “Zeugnisse in den allgemeinbildenden Schulen” vom

24.5.2004