Skifahrt 2015

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Das erste Mal auf Skiern – wie das wohl werden wird? Liegt überhaupt genug Schnee? Diese und viele weitere Fragen stellten sich die Teilnehmer des ersten Ski-Kurses am LeG. Schüler, zwei Begleiterinnen, Herr Meischies und Herr Werner standen am 02. Februar 2015 morgens um halb sieben vor der Turnhalle, aufgeregt und trotz der Uhrzeit absolut wach. Das änderte sich auf der ca. zehnstündigen Busfahrt. Auf dem Weg von Uelzen nach Scheidegg im Allgäu wurde viel gelacht, Karten gespielt, gelesen und auch geschlafen. Die erste Frage nach dem Schnee beantwortete sich schon bevor wir angekommen waren – als wir auf der Autobahn nur noch schleichen konnten, weil es um uns herum geschneit hat wie sonst was und man kaum noch etwas sehen konnte.

Nachdem wir zunächst die falsche Unterkunft angesteuert hatten und alle ihr Gepäck voller Elan rausgeholt und (nicht mehr ganz so motiviert) wieder eingepackt hatten, waren wir nach einigen Minuten auch am Ziel angekommen. Dieses Mal lohnte sich das Auspacken. Unsere Unterkunft für die nächsten Tage war ein Feriendorf mit kleinen Holzhäusern. Vier bis sechs Leute haben jeweils eine Hütte bezogen. Diese hatten zwei Schlafzimmer und einen Wohn-Ess-Bereich mit Einbauküche und Sofa. Über Wege, an deren Seiten meterhoch Schneeberge lagen, kam man zum Haupthaus. In diesem befanden sich der Speisesaal sowie ein Kicker und eine Kegelbahn. Nach der abendlichen Schneeballschlacht und einem letzten Referat (es war ja immer noch ein Sport-Kurs!) ging es in die Hütten.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, brachte unser persönlicher Ski-Bus, mit dem wir ja auch hergefahren waren, uns in das Skigebiet Steibis. Dort ging es für alle, die keine eigene Ausrüstung hatten, erstmal zum Verleih. Schuhe, Ski, Helm und Stöcke endlich in der Hand, ging es zur Gondel und zum ersten Mal auf den Berg. Die Fortgeschrittenen erkundeten zunächst das ganze Skigebiet, für die Anfänger gab es erstmal einige Aufwärmübungen und eine spielerische Heranführung an den Ski. Nach einer weiteren Aufteilung in Gruppen steuerten wir den „Übungshang“ – oder einfach Idiotenhügel – an. Auch die Fahrt mit dem Tellerlift wurde geübt. Zum Mittagessen wurde noch die Gondel nach unten genommen, am späten Nachmittag folgte für einige schon die erste Abfahrt. Abends folgte noch eine Nachbesprechung des Tages im Kegelkeller, die ein absolut positives Gesamtbild vermittelte.

Am nächsten Tag wurde das fahrerische Können der Anfänger ausgebaut, während die Fortgeschrittenen einen Parcours aufbauten. Ungefähr zehn Meter seitwärts runter rutschen, eine Buckelpiste, die „Tretmühle“ und für ganz Mutige am Ende einen kleinen Sprung. Nach dem Tag auf der Piste schauten wir auf dem Weg nochmal im Supermarkt vorbei und kegelten nach dem Abendbrot noch etwas.

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Am vierten Tag wurde das vorher perfekte Wetter leider etwas kälter, nichtsdestotrotz machte es sehr viel Spaß. Wir fuhren immer besser und konnten das auch gleich den Experten beweisen: Heute stand Unterricht mit den Fortgeschritten auf dem Programm. Sie überlegten sich Aufgaben, suchten die richtigen Pisten und versuchten sich selbst einmal als Skilehrer, was überaus gut gelungen ist.

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Am letzten Tag, dem Freitag, sind alle mit einer gewissen Melancholie aufgestanden. Die Laune wurde aber gleich besser, als wir erfahren haben, dass heute eine Rally anstand. Küsse mit dem Liftboy, Skigedichte dichten und Hinweisschilder zählen waren nur einige der Aufgaben. Die Ergebnisse wurden abends im Bus präsentiert. Nach den letzten beiden Abfahrten, die jeder noch einmal genoss, ging es zur Ski-Rückgabe und direkt in den Bus nach Hause. Glücklich, aber sichtlich müde und erschöpft, kamen wir gegen ein Uhr morgens wieder in Uelzen an.